30 September, 2007

women eat men

yesterday my friend christian told me a little story. one day on the train, he overheard a conversation between a father and his two children, a little girl and boy. the father was explaining to the kids who heinz sielmann was (a german biologist and animal filmmaker) and pointed out things in a book to them. he asked the kids: "did you know that many of the male spiders are only used by the girl spiders to guarantee reproduction and that the girl spiders eat the boy spiders after they've had... intercourse?" the children looked surprised. "and isn't it funny how male spiders are often much smaller than their female partners? not like with us humans where the men are usually taller than the women." the little boy thought for a while and then he asked his dad: "so the reason why the human women don't eat the men is that the men are taller than they are?"
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17 Juli, 2007

ein pferd namens vier jahre


eigentlich fällt es mir nie schwer, mich daran zu erinnern, warum genau ich kinder mag. heute war ein tag, da fiel es mir besonders leicht. ich traf emil, den neffen einer freundin, bei der ich zum abendbrot eingeladen war. schon während des abendbrots lud mich emil ein, ins bett zu ihm zu kommen. "komm in mein bett, marihte", sagte er. und was soll man bei einer solch netten einladung anderes tun? ich ging zu ihm ins bett, wir machten eine höhle aus beinen und armen mit einer decke drüber. wir flüsterten und ich fragte ihn, wie alt er sei. er sagte "fünf", obwohl er drei ist. ich fragte, wie alt ich denn wohl sei und er sagte "vier". sein opa war übrigens drei.

nachdem wir getobt hatten, akrobatik und verstecken gespielt hatten, war es zeit für ihn, ins bett zu gehen. wir lagen nebeneinander und ich fragte, ob er mir eine geschichte erzählen wolle. er sagte "ein buch" und ich sagte, "ja, hol ein buch!" leider gab es kein buch und emil kam mit einem holzpferdchen zurück, mit anhänger. ich fragte ihn, wie das pferd heiße. er antwortete "vier jahre" und bejahte, als ich ihn fragte, ob das tatsächlich der name des tierchens wäre. dann nam er etwas imaginäres aus dem anhänger und gab es mir in meine großen hände. ich sagte "danke, was ist das?" und er sagte: "geschichte".
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08 Juli, 2007

17 Februar, 2007

spielzeug deluxe und wackelnde mädchen

der zufall namens tjane trieb mich gestern zur semesterendausstellung der studierenden der universität der künste. den grummel noch fest in meinen haaren verklettet, betrat ich das gebäude und stieg die treppen hinauf. meinen ersten blick gewann ein weisser luftballon von einem meter durchmesser, der mit vier schnüren an einer weissen kugel, etwas größer als ein kopf, befestigt war. stellt euch einen heissluftballon vor, dann habt ihr das prinzop: oben schwebt was großes, unten hängt was kleineres dran. dann sah ich wie ein professor sich die untere kugel auf den kopf setzte, die arme unsicher vor sich streckte (denn die kugel hatte unten eine öffnung und passte über den ganzen kopf) und anfing, sich vorsichtig durch den raum zu tasten. das geheimnis an dieser überaus skurril anmutenden sache: an dem oberen, schwebenden heliumballon ist eine kamera befestigt, die nach unten auf die oberseite der weissen kugel filmt. die perspektive von oben auf den menschen, der mit kugelhelm und heliumballon durch den raum tapst, wird innen im helm auf einen kleinen bildschirm direkt vor den augen projiziert, so dass man seine orientierung nicht wie sonst durch 360 grad rundumsicht hat (oder 180 oder wieviel auch immer), sondern sich nur durch die vogelperspektive im raum sieht. gute sache, sehr spaßig.

weiterhin gab es in der ausstellung: einen tisch, der geräusche macht, wenn man auf verschiedene stellen der tischplatte drückt (es klingelt, pingt, klopft und rasselt aus den schubladen), es gab ein minigolfspiel, das man im dunkeln spielen kann und wo das loch, wo man den ball normalerweise versenkt, sich in einer schwarzen, herumfahrenden basis befand, die mit leuchtdioden ausgestattet war. also schön zielen - und dann ist das ding schon wieder weg.

ausserdem gab es eine lesung/vorführung/konzert, wo einmal wieder die grenzen der belastbarkeit eines publikums getestet wurden: ein mann mittleren alters, so vielleicht sechzig oder so, machte musik. erst tanzte er ein wenig eurythmie, während er einen sanctum aus dem 13. jahrhundert zum besten gab, danach spielte er sehr lange stücke auf seinem cello und begleitete sich selbst mit gesang. obwohl dies nicht einfach ist und dem mann schon deswegen respekt gezollt werden muss, dass dies seine offensichtliche leidenschaft ist und nicht viele menschen ob selbiger wissen und sie auch noch ausleben, war es ein sehr anstrengendes konzert.

dann wiederum habe ich während des konzerts den grummel abgegeben, an eine schwarz gekleidete schnitte, die bei der präsentation ihrer illustrationen zu gedichten eichendorffs herumwackelte. kennt ihr das - mädchen, die wackeln? die so von einem bein auf das andere und wieder zurück und schulter vor, an die haare gefass, am schmuck rumgetüdel, augenbrauen hochzieh: "ich bin die saskia. und ich hab mir die gedichte unter dem aspekt reisen angeguckt und hab dafür auch eine reise gemacht..."

abgegeben habe ich dieses bescheuerte tier aus lauter herzlichem respekt vor dem geist des menschen, den die grenzen der menschlichen stimme genauso interessieren wie ein tisch, der geräusche machen kann. auch saskias illustrationen von autobahnschildern waren excellent, keine frage. und so subsumiere ich: viva el alma del hombre. und wenn man doch einmal weinen möchte, so schaue man sich benjamin gigeau (?)'s film "die flügel des schmetterlings" auf

www.imagique.net

an.
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